Berliner Morgenpost 04.02.07
Berliner Zeitung 05.02.07
Nürnberger Zeitung 05.02.07
Oranienburger Generalanzeiger 05.02.07
Rhein Mainer Allgemeine Zeitung - 27.02.07
Neue Solidarität 7/2007
Berliner Morgenpost 04.02.07
“Der Traum hört niemals auf“
..... Die legendäre Bürgerrechtsikone Martin Luther King, ein charismatischer Baptistenprediger, den Ron Williams vor allem in seinen stimmgewaltigen Soulballaden wie "There Must Be A Reason" ein ums andere Mal von einer zutiefst menschlich berührenden Seite zeigt….
…..allein die mitreißenden Choreografien von Marvin A. Smith, mit denen Tänzer und Sänger das vibrierende Lebensgefühl der Songs bis in die hintersten Reihen tragen, sind höchst gelungen…
…Höchst politisch ist das Stück trotz der überaus eingängigen, zum Teil hitverdächtigen Melodien….
…….The "KING OF LOVE" ist nicht nur eine Hommage an Martin Luther King, sondern auch ein sehr heutiges Plädoyer für ein friedliches und tolerantes Miteinander......
Berliner Zeitung 05.02.07
„Religionsstunde, auch für Nichtgläubige“
...Martin Luther King geboren 1929 in Atlanta hatte einen Traum. Daraus wurde ein Vermächtnis. Und nun ein Musical.
Das hat bisher noch keiner geschrieben. Wer würde es noch tun? Warum nicht Ron Williams? Er arbeitete vier Jahre lang enthusiastisch an einem Bühnenwerk. Als Gestalter und auch respektabler Hauptdarsteller gibt er nun alles, ist beseelt und schont sich nicht. Er hat etwas mitzuteilen, hat das Wesen des Bürgerrechtlers und dessen Philosophien studiert – hat Martin Luther King sozusagen inhaliert. Jetzt musste es raus. Am Freitag erlebte “The King Of Love“ in der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche seine Uraufführung.
...“The King of Love“ zeigt ihn als Patrioten, der sein Land trotz allem liebt. King ist die Stimme, die es wagt, Kritik zu üben, der Mann, der bewegt. Er predigt gegen Gewalt und für Ungehorsam, gegen Unterdrückung und für Würde. Auch, wenn „die Schneeflocken mit ihren Schlagstöcken“ die Schwarzen tyrannisieren, King beschwört den gewaltlosen Widerstand. Das unterscheidet ihn von anderen Kämpfern. Die nicht niederknien und „We Shall Overcome“ singen wollen. Zum Beispiel Malcolm X(überzeugend: Colin Rich)der es vom Kleinkriminellem zum Anführer einer Bewegung bringt, der Hass mit Hass beantwortet, der die Revolution besingt und Aggressionen verteidigt. Der auch mit dem Leben bezahlt.
Martin Luther King war ein Theologe, der sich für Politik, Wirtschaft, Philosophie und Literatur interessierte. Vor allem war er ein Dolmetscher, der rhetorisch gewandt, große Vorhaben in kurze Parolen fasste. Kein Träumer, sondern Realist: Gründlich bereitete er seine Reden vor, feilte noch am zehnten Entwurf. Kings Appelle waren so klug wie emotional. Er rüttelte die Menschen wach, auch seine Feinde. Die Folgen für ihn waren – noch als Friedensnobelpreisträger – Denunziation, Repressalien, Gefängnis und Mordanschläge. „Kein Land verbreitet soviel Gewalt auf dieser Erde wie die Vereinigten Staaten von Amerika“. Dieses Zitat machte King bei seinen Feinden zur Persona non grata – und bekommt heute Zwischenapplaus.
.....eigentlich ist es ein Stück Aufklärung. Ein bemerkenswerter Gottesdienst: künstlerisch kompetent und gesellschaftlich relevant Eine außergewöhnliche Religionsstunde, auch für Nichtgläubige. So erfolgreich, dass die Berliner Aufführungen nun bis Monatsende verlängert wurden, bevor das Stück deutschlandweit gezeigt wird. So gesegnet, als würde ein Traum gelebt.
Nürnberger Zeitung 05.02.07
„Musical zum Mitswingen“
…..Ron Williams, der selbst den Bürgerrechtler King spielt, war die Sache ein persönliches Anliegen. Das Musical ist, wie er sagt, eine Verneigung vor dem Prediger, der unbeugsam, aber gewaltlos und letztlich erfolgreich gegen die Rassentrennung kämpfte. Dabei wollte Williams keinen Glorienschein um die Person hängen, sondern auch den Menschen King zeigen, der das Leben liebte. Insgesamt ist die Musik, die die Lebenssituationen untermalt, vielfältig und gelungen arrangiert. Sie reicht von Gospel über Blues und Soul bis zu Country und Rock...kaum einer in der ausverkauften Gedächtniskirche, der nicht mitklatscht oder auf seinem Stuhl mitswingt…..
Oranienburger Generalanzeiger 05.02.07
„Mit erschreckender Aktualität“
……Er sieht ihm tatsächlich ähnlich. Ron Williams spielt Martin Luther King. Es ist dem Schauspieler und Musiker ein besonderes Anliegen, das Leben und Wirken des schwarzen Bürgerrechtlers zu vermitteln. Das ist sein Traum.
Mit dem Musical „Martin Luther King – The King of Love“, das am Freitag in der Berliner Gedächtniskirche seine Uraufführung erlebte, hat sich Ron Williams diesen Traum erfüllt. Er hat das Buch und einen großen Teil der Musik geschrieben. Und er verkörpert die Rolle des Friedensnobelpreisträgers mit einer solchen Intensität, die eine wahre Verehrung erahnen lässt.
…..Das Musical bietet keine leichte Kost. Ein ernstes politisches Thema wird mit Mitteln des Entertainments präsentiert. Doch das besondere Charisma des Bürgerrechtlers Martin Luther King verbreitet sich für gut zwei Stunden in Berlin. Und wenn Ron Williams als King gegen den Vietnamkrieg kämpft, haben seine Argumente mit Blick auf den Irak eine erschreckende Aktualität….
Rhein Mainer Allgemeine Zeitung - 27.02.07
„Suche nach Werten und Idealen“
…..mit 20 Sängern und Tänzern, die sich mit modernster Ton- und Lichtdramaturgie stilsicher zwischen Gospel, Blues, Soul, Country und Rock bewegen, hat der Autor und Mitkomponist sowie Hauptdarsteller Ron Williams die letzten Lebensminuten des berühmten Friedenspredigers zu einem bewegenden Musical verarbeitet – nicht, ohne selbst mit dem Thema verbunden zu sein. Williams ist politisch engagiert und wirbt mit seiner Tour für Toleranz in Schulen, wo er mit Jugendlichen über Rassismus diskutiert
Die Berliner Premiere war ein riesiger Erfolg, denn Besucher und Presse bescheinigten der Produktion „mitreißende Rhythmen und Gesänge“, bei denen das Publikum die erzählte Geschichte erschüttert und von der Musik begeistert miterlebt habe… Der rheinland-pfälzische Ministerpräsident und SPD-Vorsitzende Kurt Beck hat die Schirmherrschaft des Musicals übernommen und betonte anlässlich der Premiere: „Mit dem Musical können wir allen, die auf der Suche nach Werten und Idealen sind, eine Antwort geben“……..Der Schauspieler und Sänger Ron Williams hofft, dass die Menschen den von ihm dargestellten Martin Luther King mehr als „universellen Bürger“ sehen und sich dessen „Mut, aufzustehen und seine Meinung auszusprechen, auch wenn man vielleicht dafür Prügel bekommt“, zu eigen zu machen. „Das Musical soll zeigen, dass Kings Traum eines gewaltlosen Zusammenlebens von Religionen und Völkern möglich ist, wenn Liebe, Vernunft und Toleranz die Grundlage des Handelns sind…...
Neue Solidaritaet 7/2007:
Ideen Martin Luther Kings machtvoll auf die Buehne gebracht
Datum: 08. Mar 2007 16:37
Von Helga Zepp-LaRouche
Ron Williams hat in seinem Musical The King of Love -
das Leben und die Ideen Martin Luther Kings auf die Bühne gebracht – ein gelungenes Unterfangen, meint Helga Zepp-LaRouche, die Bundesvorsitzende der Bürgerrechtsbewegung Solidarität, die sich die Uraufführung am 2. Februar in der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche angesehen hat.
Am 2. Februar fand in der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche in
Berlin etwas sehr Ungewöhnliches und Bemerkenswertes statt: die We ltpremiere eines Musicals über das Leben und die Ideen Martin Luther Kings mit dem Titel The King of Love. Um es gleich vorwegzunehmen, das Unternehmen, „ein ernstes politisches Thema mit den Mitteln des Entertainments” lebendig zu machen, ist gelungen.
Immer wieder spürt man im Text aktuelle Bezüge, so gleich am
Anfang, als ein Sheriff ein Loblied auf die USA als das freieste und mächtigste Land singt, um gleich darauf friedliche Kirchenbesucher brutal niederknüppeln zu lassen - die Bigotterie der Neocons läßt grüßen. King, der während des Geschehens gewissermaßen im Schwebezustand ;zwischen dem Diesseits und dem Jenseits aus seinem Körper herausgetreten ist - diesen Zustand symbolisiert ein tanzender Engel -, kommentiert nun fast heiter und gelöst markante Episoden seines Lebens: seine Liebe zu Coretta und seine Hochzeit mit ihr, der Prozeß gegen Rosa Parks, die im rassengetrennten Alabama 1955 ihren Sitz im Bus gegen den Anspruch eines Weißen verteidigt und damit die Bürgerrechtsbewegung erst richtig aktiviert hatte, die Verurteilung Kings zu sechs Monaten Zwangsarbeit, weil er vergaß, seinen Führerschein von Alabama nach Georgia umzumelden, seine Differenzen mit Malcolm X, der Kings Prinzip der Gewaltlosigkeit ablehnte, und immer wieder Kings Predigten, in denen er seine Vision von der Rassengleichheit aller Menschen und der Liebe zur Menschheit machtvoll entwirft.
Wenn er gegen „den Krieg” predigt - natürlich bezog sich der
wirkliche King auf den Vietnamkrieg, elektrisiert der von Williams gespielte King das Publikum, weil jeder an den Irakkrieg und die akute Gefahr des Irankrieges erinnert wird. Und es ließ an Klarheit nichts zu wünschen übrig, wie die Rolle von J. Edgar Hoover,; dem „Rassisten, Antisemiten und Faschisten” als dem tatsächlichen Auftragsgeber des Mordes an King inszeniert wurde. Nicht wenige im Publikum wurden nachdenklich angesichts der brutalen Direktheit des Kontrasts der beiden Amerikas, die hier lebendig wurden.
Nein, Ron Williams machte es den Zuschauern trotz Musicaldesign nicht leicht. Zwar wechselten sich im Rahmen der
Entertainmentkultur durchaus „hitverdächtige” Songs wie Kings Soulballade „There must be a Reason” mit „fetzigen” Gospels ab, wenn die Bürgerrechtler auftreten, und mit Countryrock und Bluegrass-Melodien, wenn der Ku-Klux-Klan auftritt. Aber trotz dieses musikalischen Zugeständnisses an den populären Geschmack sind einige der vorgestellten Ideen für die derzeitige Wertestruktur der Bevölkerung eine unglaubliche Provokation.
Es ist gewiß, daß „The King of Love” viele vor allem jüngere Leute mit der herausragenden Persönlichkeit Martin Luther Kings vertraut machen wird, die ihn und die historische Rolle der Bürgerrechtsbewegung nicht mehr persönlich kennen konnten und vielleicht in der Schule oder den Medien nichts Adäquates darüber erfahren haben. Und das ist in einer Zeit, in der es die Bush/Cheney-Administration geschafft hat, das Bild Amerikas in der Welt auf einen Tiefstand zu bringen, von großem Wert. Denn daß es das wirkliche Amerika, das Amerika der Amerikanischen Revolution von Benjamin Franklin und Alexander Hamilton, von Lincoln, Franklin D. Roosevelt und Martin Luther King, auch heute noch gibt, dieses Wissen ist heute gerade für Deutschland und Europa extrem wichtig. Von daher gebührt Ron Williams hohe Anerkennung, daß er dazu beiträgt, Kings Traum lebendig zu halten.